Serie: Die Entstehung von KM.CONSULT – Teil 7 von 12

Sichtbarkeit ist mehr als Google – warum heute alles zusammenspielt

Gefunden werden ist gut. Verstanden werden ist besser. Und empfohlen zu werden ist das eigentliche Ziel.

Lange Zeit war digitale Sichtbarkeit vergleichsweise einfach zu erklären: Wer bei Google möglichst weit oben stand, war sichtbar.

Heute reicht dieser Blick nicht mehr aus.

Menschen suchen weiterhin bei Google. Gleichzeitig stellen sie ihre Fragen aber auch ChatGPT und anderen KI-Systemen, nutzen Google Maps, lesen Bewertungen, informieren sich in Fachportalen, stoßen über soziale Netzwerke auf Unternehmen oder begegnen einer Marke in Medien und anderen externen Quellen.

Für Unternehmen entsteht damit eine neue Herausforderung:

Sichtbarkeit findet nicht mehr an einem einzigen Ort statt.

Und genau diese Erkenntnis hat die Entwicklung von KM.CONSULT in den vergangenen Wochen noch einmal deutlich verändert.

Eine Website kann gut sein – und das Unternehmen trotzdem unsichtbar

Nehmen wir ein einfaches Beispiel.

Ein Unternehmen besitzt eine technisch ordentliche Website. Die Leistungen sind beschrieben, die Seiten werden von Google gefunden und vielleicht gibt es sogar gute Rankings.

Trotzdem kann es passieren, dass eine KI auf die Frage

„Welcher Anbieter hilft mir bei diesem Problem?“

andere Unternehmen empfiehlt.

Oder dass bei einer regionalen Suche Wettbewerber deutlich sichtbarer sind.

Oder dass außerhalb der eigenen Website kaum Informationen über das Unternehmen vorhanden sind.

Dann wäre es zu einfach, nur zu sagen:

„Ihre Website ist gut optimiert.“

Denn für den Unternehmer zählt am Ende nicht, wie gut eine einzelne technische Disziplin funktioniert.

Er möchte wissen:

Werde ich dort gefunden und empfohlen, wo meine möglichen Kunden nach einer Lösung suchen?

Deshalb denken wir Sichtbarkeit inzwischen in mehreren Bereichen

Bei der Entwicklung von KM.CONSULT haben wir deshalb begonnen, Sichtbarkeit wesentlich breiter zu betrachten.

Dazu gehören beispielsweise:

Suchmaschinen-Sichtbarkeit
Wie gut können Google und andere Suchmaschinen das Unternehmen und seine Leistungen finden und einordnen?

KI-Sichtbarkeit
Wird das Unternehmen von KI-Systemen verstanden, genannt, als Quelle verwendet oder bei passenden Fragen empfohlen?

Lokale Sichtbarkeit
Sind Standort, Adresse, Leistungen und regionale Zuordnung eindeutig und konsistent erkennbar?

Marken-Sichtbarkeit
Ist klar, wofür das Unternehmen steht und mit welchen Themen, Leistungen und Kompetenzen es verbunden wird?

Quellen- und Medien-Sichtbarkeit
Gibt es außerhalb der eigenen Website glaubwürdige Hinweise, Erwähnungen und Quellen, die das Unternehmen bestätigen?

Weitere Bereiche können hinzukommen. Nicht jeder davon ist für jedes Unternehmen gleich wichtig.

Ein Handwerksbetrieb mit regionalem Einzugsgebiet benötigt beispielsweise eine andere Gewichtung als ein bundesweit tätiges Industrieunternehmen.

Und genau deshalb wäre auch ein einziger pauschaler Wert für alle Unternehmen zu kurz gedacht.

Nicht überall vertreten zu sein, ist kein Fehler

Das gilt besonders für soziale Netzwerke.

Ein Unternehmen muss nicht zwangsläufig auf LinkedIn, Instagram, Facebook, TikTok, YouTube und allen anderen Plattformen vertreten sein.

Für manche Branchen kann LinkedIn enorm wichtig sein. Für andere nahezu bedeutungslos.

Ein fehlender Kanal darf deshalb nicht automatisch zu einer schlechteren Bewertung führen.

Die entscheidende Frage lautet vielmehr:

Welche digitalen Orte sind für dieses Unternehmen, seine Branche und seine Zielgruppe tatsächlich relevant?

KM.CONSULT soll deshalb nicht möglichst viele Häkchen verteilen.

Es soll Relevanz erkennen.

Aus einzelnen Prüfungen entsteht ein Kreislauf

Damit verändert sich auch die Aufgabe einer Analyse.

Sie sollte nicht einfach einen Wert erzeugen und danach beendet sein.

Unser Ziel ist ein Kreislauf:

IST-Zustand → Nachweis → Vergleich → Chance oder Problem → Priorität → konkrete Maßnahme → Umsetzung → Kontrollmessung

Das klingt zunächst selbstverständlich.

In der Praxis ist genau dieser letzte Schritt aber entscheidend.

Wenn KM.CONSULT beispielsweise empfiehlt, eine Unternehmensadresse eindeutiger darzustellen, einen Fachbeitrag zu veröffentlichen oder eine wichtige Leistungsseite zu verbessern, soll später nicht nur ein grüner Haken erscheinen:

„Aufgabe erledigt.“

Viel interessanter ist:

Was hat sich dadurch tatsächlich verändert?

Wurde die Information danach besser erkannt?

Hat sich die lokale Auffindbarkeit verbessert?

Ist eine vorher fehlende Information jetzt nachweisbar?

Wird das Unternehmen bei einer relevanten KI-Testfrage häufiger genannt?

Hat sich ein Sichtbarkeitswert nachvollziehbar verändert?

So soll aus einer Aufgabenliste Schritt für Schritt ein Wirkungssystem werden.

Ein wichtiger Unterschied: messen statt behaupten

Dabei bleibt ein Grundsatz besonders wichtig.

KM.CONSULT soll möglichst wenig vermuten.

Wenn eine Aussage getroffen wird, soll nachvollziehbar sein, worauf sie beruht.

Nicht:

„Ihre KI-Sichtbarkeit dürfte gut sein.“

Sondern beispielsweise:

„Bei dieser Testfrage wurde Ihr Unternehmen genannt.“

Nicht:

„Ihre Unternehmensdaten sind vermutlich unvollständig.“

Sondern:

„Auf den untersuchten Seiten konnte die vollständige Adresse nicht eindeutig erkannt werden.“

Und mit dem Ausbau unseres Crawlers wird dabei künftig nicht nur die Startseite betrachtet.

Auch Unterseiten, Beiträge, Header, Footer, Navigation und weitere relevante Bereiche einer Website müssen berücksichtigt werden. Sitemaps können dabei helfen, die vorhandenen Inhalte systematisch zu erfassen.

Denn eine Analyse ist nur so gut wie das, was tatsächlich untersucht wurde.

Transparenz – ohne unser Rezeptbuch offenzulegen

Auch daraus ist während der Entwicklung eine weitere wichtige Erkenntnis entstanden.

Kunden sollen verstehen können,

  • was geprüft wurde,
  • welcher Befund vorliegt,
  • warum dieser wichtig ist,
  • und was sie konkret verbessern können.

Aber Transparenz bedeutet nicht, sämtliche internen Bewertungsregeln, Gewichtungen und technischen Verfahren offenzulegen.

Oder anders gesagt:

Der Kunde soll verstehen, warum das Ergebnis entstanden ist – aber nicht den Bauplan der gesamten Analyse-Engine bekommen.

Auch das gehört für uns inzwischen zu einem professionellen Sichtbarkeitssystem.

Der eigentliche Wert entsteht im Zusammenspiel

Vielleicht ist das eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der bisherigen Entwicklung von KM.CONSULT:

SEO verschwindet nicht durch KI.

Im Gegenteil.

Eine technisch saubere Website, verständliche Inhalte, eindeutige Unternehmensinformationen, gute lokale Signale, glaubwürdige externe Quellen und strukturierte Daten können gemeinsam dazu beitragen, dass ein Unternehmen besser gefunden und verstanden wird.

Suchmaschinen, KI-Systeme, lokale Suche, Inhalte, Reputation und externe Quellen sind deshalb keine voneinander getrennten Welten.

Sie beeinflussen sich gegenseitig.

Und genau dieses Zusammenspiel möchten wir mit KM.CONSULT sichtbar machen.

Nicht mit möglichst vielen Kennzahlen.

Sondern mit einer wesentlich praktischeren Frage:

Wo stehen Sie heute – und was sollten Sie als Nächstes tun, damit Ihr Unternehmen morgen besser gefunden, verstanden und empfohlen wird?

FAQ: Häufige Fragen zur digitalen Sichtbarkeit

Digitale Sichtbarkeit beschreibt nicht mehr ausschließlich die Position eines Unternehmens in klassischen Suchmaschinen. Relevant ist zunehmend auch, ob ein Unternehmen in KI-Systemen, lokalen Suchergebnissen, externen Quellen und weiteren für seine Zielgruppe wichtigen Informationswegen gefunden und richtig eingeordnet wird.

SEO beschäftigt sich vor allem mit der Auffindbarkeit und Einordnung von Inhalten in Suchmaschinen. Bei KI-Sichtbarkeit geht es zusätzlich darum, ob KI-Systeme ein Unternehmen und seine Inhalte verstehen, nennen, als Quelle verwenden oder bei relevanten Fragen berücksichtigen.

Nein. Welche Plattformen sinnvoll sind, hängt von Branche, Zielgruppe und Geschäftsmodell ab. Ein fehlendes Profil auf einer für das Unternehmen irrelevanten Plattform sollte deshalb nicht automatisch negativ bewertet werden.

Informationen außerhalb der eigenen Website können zusätzliche Hinweise auf Bekanntheit, Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit eines Unternehmens liefern. Dazu können beispielsweise Branchenportale, Fachmedien, Verbände oder andere unabhängige Quellen gehören.

Empfohlene Maßnahmen sollen mit späteren Kontrollmessungen verbunden werden. Dadurch kann geprüft werden, ob sich ein zuvor festgestellter Befund nach der Umsetzung tatsächlich verändert hat.

Wichtige Unternehmensinformationen können auch auf Leistungsseiten, Kontaktseiten, in Beiträgen, im Footer oder anderen Bereichen stehen. Eine umfassendere Analyse muss deshalb schrittweise die gesamte relevante Website-Struktur berücksichtigen.

Serien-Hinweis

Serie: Die Entstehung von KM.CONSULT – Teil 7 von 12

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