Serie: Die Entstehung von KM.CONSULT – Teil 6 von 12

Nicht alles. Das Richtige.

Warum gute Sichtbarkeitsberatung nicht darin besteht, möglichst viele Fehler zu finden – sondern die richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit zu erkennen.

Wer seine Website heute analysieren lässt, bekommt schnell eine erstaunlich lange Liste.

Technische Auffälligkeiten. Fehlende Inhalte. SEO-Potenziale. Strukturierte Daten. Fragen, die noch nicht beantwortet werden. Themen, bei denen Wettbewerber sichtbarer sind. Und zunehmend kommt eine weitere Ebene hinzu: die Sichtbarkeit in ChatGPT und anderen KI-Systemen.

Das Problem dabei:

Eine lange Aufgabenliste ist noch keine Strategie.

Denn ein Unternehmen kann nicht alles gleichzeitig optimieren. Und meistens wäre das auch gar nicht sinnvoll.

Genau deshalb beschäftigt uns bei der Entwicklung von KM.CONSULT eine Frage besonders:

Was sollte dieses Unternehmen als Nächstes tun?

Nicht irgendwann. Nicht theoretisch.

Sondern jetzt.

30 erkannte Probleme bedeuten nicht 30 gleich wichtige Aufgaben

Nehmen wir einen Elektrofachbetrieb.

Eine Analyse könnte beispielsweise feststellen:

  • Leistungen werden auf der Website nicht eindeutig genug beschrieben.
  • wichtige Kundenfragen werden nicht beantwortet.
  • Fachkompetenz zu einem bestimmten Thema ist kaum sichtbar.
  • Unternehmensinformationen sind nicht überall eindeutig.
  • strukturierte Informationen könnten verbessert werden.
  • Wettbewerber beantworten bestimmte Fragen ausführlicher.
  • wichtige Themen besitzen noch keine eigene Seite.
  • Such- und KI-Systeme könnten das Unternehmen bei bestimmten Leistungen möglicherweise nicht eindeutig einordnen.

Alles davon kann relevant sein.

Aber womit sollte der Unternehmer anfangen?

Genau an diesem Punkt darf eine gute Software ihn aus meiner Sicht nicht alleinlassen.

Nicht jeder Fehler ist gleich wichtig

Eine klassische Prüfliste funktioniert häufig nach einem einfachen Prinzip:

gefunden → Fehler → Aufgabe

Für KM.CONSULT reicht uns das nicht.

Denn eine Auffälligkeit kann technisch vollkommen korrekt erkannt worden sein und trotzdem für den Unternehmenserfolg momentan kaum eine Rolle spielen.

Eine andere Schwachstelle sieht vielleicht unspektakulär aus, verhindert aber, dass eine wichtige Leistung überhaupt eindeutig mit dem Unternehmen verbunden wird.

Deshalb soll KM.CONSULT künftig verschiedene Fragen zusammenbringen:

Wie relevant ist das erkannte Problem?

Welche Bereiche der Sichtbarkeit betrifft es?

Wie groß könnte das Verbesserungspotenzial sein?

Wie aufwendig ist die Umsetzung?

Welche Maßnahme sollte deshalb zuerst angegangen werden?

Aus Analyse soll so Schritt für Schritt Priorisierung entstehen.

Vom Befund zur verständlichen Aufgabe

Dabei wollen wir bewusst weg von technischen Aufgabenlisten, die ein Unternehmer erst seinem Programmierer übersetzen lassen muss.

Statt:

„Semantische Entitätszuordnung optimieren“

muss eine Empfehlung beispielsweise eher verständlich erklären:

Machen Sie deutlicher, wofür Ihr Unternehmen steht.

Beschreiben Sie Ihre wichtigsten Leistungen eindeutig und verbinden Sie diese mit Ihrem Unternehmen, Standort und Ihrer fachlichen Erfahrung.

Und statt nur:

„FAQ-Abdeckung unzureichend“

könnte eine Aufgabe lauten:

Beantworten Sie die wichtigsten Fragen Ihrer Kunden zur Wallbox-Installation.

Wir haben relevante Fragen gefunden, die auf Ihrer Website bislang nicht oder nur teilweise beantwortet werden.

Erst dann wird aus einer Analyse etwas, womit ein Unternehmer tatsächlich arbeiten kann.

Selbst erledigen, delegieren oder später angehen

Auch diese Entscheidung haben wir bei KM.CONSULT inzwischen weitergedacht.

Eine erkannte Aufgabe soll künftig nicht einfach irgendwo in einem Report verschwinden.

Der Unternehmer soll damit arbeiten können.

Zum Beispiel:

✓ Selbst erledigen

→ An Mitarbeiter oder Dienstleister delegieren

→ Für später vormerken

Und natürlich muss sichtbar bleiben:

Was ist neu? Was läuft gerade? Was wurde erledigt?

Damit entwickelt sich KM.CONSULT zunehmend von einem reinen Analysewerkzeug zu dem, was von Anfang an unser eigentliches Ziel war:

Nicht nur erkennen, was verbessert werden könnte – sondern Unternehmen bei der Verbesserung begleiten.

Und danach kommt die entscheidende Frage

Wenn eine Maßnahme erledigt wurde, ist die Geschichte eigentlich noch nicht zu Ende.

Denn dann möchte ich als Unternehmer wissen:

Hat es etwas gebracht?

Auch diesen Punkt haben wir inzwischen in unsere weitere Entwicklung aufgenommen.

Eine umgesetzte Maßnahme soll später erneut überprüft werden können.

Beispielsweise:

Vorher: Wichtige Kundenfragen zum Thema Wallbox fehlen.

Maßnahme: Fachartikel und FAQ veröffentlicht.

Nachher: Relevante Fragen werden auf der Website eindeutig beantwortet.

Und wenn sich dadurch messbare Bestandteile der Bewertung verändern, soll auch das nachvollziehbar werden.

Nicht mit erfundenen Erfolgsmeldungen.

Sondern nur dann, wenn eine erneute Analyse tatsächlich eine Veränderung feststellt.

Aus:

Analysieren → Empfehlen → Umsetzen

wird damit langfristig:

Analysieren → Priorisieren → Umsetzen → erneut messen → Wirkung erkennen

Für mich ist das einer der spannendsten Entwicklungsschritte von KM.CONSULT.

Aber wie findet ein Unternehmen überhaupt heraus, wo es steht?

Genau hier haben wir in den vergangenen Tagen noch eine weitere wichtige Entscheidung getroffen.

Wenn KM.CONSULT startet, soll der erste Schritt möglichst einfach sein.

Ein Unternehmer sollte nicht zuerst ein kompliziertes System einrichten oder einen umfangreichen Vertrag abschließen müssen, nur um eine erste Antwort auf die Frage zu bekommen:

Wie steht es eigentlich um meine digitale Sichtbarkeit?

Deshalb planen wir für den Start von KM.CONSULT auch einen kostenlosen Einstieg.

Die Idee:

Website angeben.

Möglichst viele Unternehmensinformationen automatisch erkennen.

Eine erste Analyse erhalten.

Und dann selbst entscheiden, ob und wie es weitergeht.

Ohne unnötige Hürden – aber mit echtem Nutzen.

Wie genau dieser kostenlose Einstieg aussehen wird, verraten wir in einem der kommenden Teile dieser Serie.

Warum wir uns dafür entschieden haben

Das passt zu einer Grundidee, die sich durch die gesamte Entwicklung von KM.CONSULT zieht:

Die Technik soll kompliziert sein dürfen. Die Bedienung nicht.

Ein Handwerksbetrieb, ein mittelständisches Unternehmen oder ein Geschäftsführer sollte keine SEO-, GEO- oder KI-Ausbildung benötigen, um zu verstehen:

Wo stehe ich?

Wo liegen meine größten Chancen?

Was sollte ich zuerst tun?

Und hat sich anschließend tatsächlich etwas verbessert?

Wenn KM.CONSULT diese vier Fragen verständlich beantworten kann, haben wir aus meiner Sicht wesentlich mehr erreicht als mit einem weiteren Dashboard voller Kennzahlen.

Ausblick auf Teil 7

Erst verstehen. Dann verbessern.

Im nächsten Teil schauen wir genauer darauf, was ein Unternehmen eigentlich wissen muss, bevor die erste Maßnahme umgesetzt wird – und warum ein einzelner Score allein dafür nicht ausreicht.

Denn eine Zahl kann Orientierung geben.

Verstehen entsteht erst, wenn klar wird, was dahintersteckt.

FAQ: Häufige Fragen zur KI Sichtbarkeit

Nicht jede erkannte Auffälligkeit hat dieselbe Bedeutung. KM.CONSULT soll deshalb nicht nur Verbesserungspotenziale aufzeigen, sondern Unternehmen dabei unterstützen, relevante Maßnahmen zu erkennen und sinnvoll zu priorisieren.

KI-Sichtbarkeit beschreibt vereinfacht, ob und in welchem Zusammenhang ein Unternehmen, seine Leistungen oder Inhalte von KI-Systemen berücksichtigt, genannt oder als Quelle verwendet werden. Die Ergebnisse können je nach System, Fragestellung, Zeitpunkt und Informationsgrundlage variieren.

Ja. Ziel ist es, aus nachvollziehbaren Analysebefunden verständliche Aufgaben und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Dabei sollen technische Sachverhalte möglichst in einer Sprache erklärt werden, die auch ohne SEO- oder KI-Fachwissen verständlich ist.

Das ist für die weitere Entwicklung vorgesehen. Maßnahmen sollen nicht nur angezeigt, sondern bearbeitet, delegiert oder für später eingeplant werden können. Der genaue Funktionsumfang kann sich bis zur Veröffentlichung noch ändern.

Eine Vorher-/Nachher-Betrachtung ist Teil der weiteren Produktentwicklung. Nach einer umgesetzten Maßnahme soll eine erneute Analyse feststellen können, ob sich tatsächlich messbare Befunde verändert haben. Erfolgswirkungen sollen nicht pauschal behauptet, sondern anhand erneuter Messungen nachvollziehbar gemacht werden.

Für den geplanten Start von KM.CONSULT ist ein kostenloser Einstieg vorgesehen. Damit sollen Unternehmen unkompliziert einen ersten Einblick in ihre digitale Sichtbarkeit erhalten können. Details zum Funktionsumfang werden vor dem Start bekannt gegeben.

Der öffentliche Start von KM.CONSULT ist derzeit für Oktober 2026 geplant. Bis dahin wird die Plattform weiterentwickelt und getestet.

Serien-Hinweis

Serie: Die Entstehung von KM.CONSULT – Teil 6 von 12

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